Ein Auszug aus der Festschrift zum 50 - Jährigen Bestehen

des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Drakenburg

vom 08. August 1976:

 

„Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Bis 1923 gehörte er dem Turnverein an und wurde 1924 von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen. Eine Chronik über die Geschichte des Spielmannszuges gibt es zu unserem Bedauern nicht mehr. So mussten wir uns ganz auf das Gedächtnis der noch lebenden Mitbegründer verlassen.

Diese sind:

Walter Wiebrock

Paul Bratherig

Wilhelm Siemering

Ernst Ebeling

Fritz Feldmann

Fritz Feldmann, heute im 85. Lebensjahr, ist als einziger Musiker aus den Turnertagen noch dabei. Als materielle Werte übernahm die Feuerwehr 2 Trommeln und 2 Pfeifen. Da das für einen richtigen Spielmannszug nicht ausreichte, stellte die Feuerwehr als Startkapital den damals noch namhaften Betrag von 130,50 Mark zur Verfügung.

Als Tambourmajore führten seit 1910

Wilhelm Göllner sen.

Wilhelm Göllner jun.

Ernst Ebeling

Willi Schröder

Arthur Erich

Friedrich Göllner

Hans Schönfelder

Hans Matscherot

Rainer Wiebrock

die Musiker an.

Die Hauptaufgabe des Drakenburger Spielmannszuges liegt vornehmlich darin auf dem alljährlich stattfindenen Scheibenschießen die Schützenkette abzuholen. 1938 wurde die letzte Kette vor dem Krieg abgeholt. Man erinnert sich noch daran, dass der Schützenkönig Georg Sieling hieß und dass es damals Hagebuttenwein aus der eigenen Produktion des Königs gab.

 

Dem Spielmannszug gehören heute 36 Mitglieder an. Im Jahre 1971 wurden auch die ersten Mädchen in den Spielmannszug aufgenommen.

Um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Spielmanns-, Fanfaren– und Musikzügen innerhalb unseres Landkreises - sowie auch grenzüberschreitend - zu verbessern, gründeten wir zusammen mit 21 anderen Verbänden die „Kreisgemeinschaft der Musikvereinigungen“. Ziel dieser Gemeinschaft ist es unter anderem, Spielmannszugtreffen auf Kreisebene zu veranstalten, um den eigenen Spielleuten musikalische Vergleichsmöglichkeiten zu bieten. Weiterhin sollen talentierte Spieler die Möglichkeit einer zusätzlichen Ausbildung erhalten, um eines Tages als Ausbilder tätig werden zu können. Ein nicht unwesentlicher Punkt ist das Aufzeigen von Finanzierungsmöglichkeiten.“

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